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Notwendige Nachschrift, mein Begräbnis betreffend
Auf einem grauen, nicht zu kleinen Stein
vom Feld gleich nebenan, soll kurz und klar geschrieben sein,
wer unten fault und was er so im Leben war.
Nur nicht mit goldnen Lettern, nein, nehmt Teer
und schreibts mit einem Besenstiel daher.
Dann wird vielleicht im Jahr
Zweitausend des Herrn Jesu Christ,
die Welt noch wissen, wer Villon gewesen ist.
Schreibt einfach so: Hier ruht in seinem eigenen Dreck,
in seinem letzten heimlichsten Versteck,
ein armer Teufel, ein Vagant:
F r a n ç o i s V i l l o n genannt.
Er hatte nie ein eigen Dach
sein Lebtag überm Kopf gehabt.
Er schritt dahin, zerbeult und abgeschabt,
den Fürsten zum Gespött, den Pfaffen zum Verlach.
Er gab den Armen hin, was er besaß,
und gibt sich jetzt den Maden noch zum Fraß.
François Villon